Eine neuntägige Tour, beginnend in Berlin und Villa Wannsee, wo innerhalb weniger Stunden das Schicksal von Millionen Menschen entschieden wurde, führt Sie weiter nach Warschau, mit seiner Geschichte des größten Ghettos im besetzten Europa, sowie zu einem beeindruckenden Museum, das die Geschichte, Kultur und den Vernichtungsprozess der polnischen Juden dokumentiert. Die Reise endet in den Gaskammern von Auschwitz, dem Ort, an dem die Beschlüsse von Wannsee ihre grausamste Umsetzung fanden. Diese Reise bietet die Gelegenheit, historische Ereignisse zu erleben und über Vergangenheit sowie Gegenwart nachzudenken.
Route 1 : Berlin – Warschau – Krakau – Auschwitz
Reisedauer: 9 Tage
Achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bleibt der Holocaust, der während der Kriegsjahre verübt wurde, ein bedeutendes Thema – nicht nur für die unmittelbar betroffenen Opfergenerationen und Täter, sondern auch für zahlreiche europäische Länder, deren Bürger in unterschiedlichem Maße an der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung beteiligt waren. Jahrzehnte später ist der Holocaust ein zentrales Thema historischer und humanistischer Auseinandersetzung. Die Frage „Wie konnte das geschehen?“ bewegt viele Menschen. Unsere Reisen auf den Spuren des Holocausts widmen sich genau dieser Fragestellung. Dabei stellen wir verschiedene Facetten der Vernichtung dar, die oft fälschlicherweise allein mit den Gaskammern von Auschwitz in Verbindung gebracht wird.
Zu dieser Geschichte zählen auch die Entmenschlichung der Opfer, der Verlust ihrer Bürgerrechte, der Diebstahl von Eigentum, die Eingrenzung in Ghettos, Zwangsarbeit, der Tod durch Hunger und Krankheiten sowie Massenerschießungen.
Unsere neuntägige Reise führt von Berlin und der Villa Wannsee, wo innerhalb weniger Stunden über das Schicksal von Millionen Menschen entschieden wurde, bis zu den Gaskammern von Auschwitz, in denen die Beschlüsse von Wannsee Konferenz ihre grausamste Umsetzung fanden.
Unsere Holocaust-Spurensuche ist auch in andere Variante möglich:von Berlin über Dresden – Theresienstadt – Prag – Krakau bis nach Auschwitz-Birkenau.
Vormittags:
Ankunft in Berlin per Flugzeug mit anschließendem Transfer zum Hotel und Check-in. Danach folgt eine Mittagspause zur Stärkung für den Tag.
Nachmittags: "Historisches Berlin"
Ein inspirierender Spaziergang durch das Herz Berlins beginnt am Alexanderplatz und führt durch das Nikolaiviertel. Dabei werden bedeutende Wahrzeichen wie der evangelische Dom, das Denkmal für Friedrich den Großen sowie die renommierte Humboldt-Universität besucht. Entlang der Prachtstraße "Unter den Linden" geht es weiter zum Brandenburger Tor. Höhepunkt des Nachmittags ist die Besichtigung des Reichstagsgebäudes, inklusive eines Rundgangs unter der beeindruckenden Glaskuppel und einem Panoramablick über die Stadt von der Aussichtsterrasse. Die Tour vermittelt einen Einblick in Berlins faszinierende Geschichte – von den mittelalterlichen Ursprüngen über die Rolle als preußische Hauptstadt bis hin zur turbulenten Zeit des Dritten Reichs.
Abends:
Der Abend steht zur freien Verfügung und bietet Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.
Vormittags: Berlin – Hauptstadt des Nationalsozialismus
Der Vormittag widmet sich der dunklen Geschichte Berlins während der NS-Zeit und des Zweiten Weltkriegs. Die Ausstellung "Topographie des Terrors" befindet sich an dem historischen Ort, an dem bis 1945 das Gestapo-Hauptquartier, ein Gefängnis, das SS-Hauptbüro sowie das Reichssicherheitshauptamt untergebracht waren – zentrale Institutionen des nationalsozialistischen Regimes. Die Ausstellung veranschaulicht die Struktur des Terrorapparats, berichtet von den Verantwortlichen und erklärt das Gewalt- und Kontrollsystem Hitlers. Anschließend führt der Weg zum nahegelegenen Denkmal für die ermordeten Juden Europas, wo auch die unterirdische Ausstellung besucht wird.
Nachmittags: Die Berliner Mauer – Symbol der Teilung
Am Nachmittag steht die Berliner Mauer im Mittelpunkt, die jahrzehntelang die Stadt und Europa teilte. Sie wurde zum Sinnbild des Kalten Krieges und des „Eisernen Vorhangs“, hinter dem die Länder Osteuropas unter kommunistischer Herrschaft litten. An historischen Orten wie Checkpoint Charlie, dem ehemaligen Grenzübergang zwischen Ost- und West-Berlin, sowie an der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, wird die Geschichte der Mauer, des Eisernen Vorhangs und die Auswirkungen des Kalten Krieges anschaulich vermittelt.
Abends: Kulinarischer Ausklang und Freizeit
Der Tag endet mit einem gemeinsamen Abendessen, gefolgt von Zeit zur freien Verfügung, um die Eindrücke individuell zu verarbeiten.
Vormittag: Kulturvielfalt Berlins entdecken
Ein Tag in Berlin bietet die Gelegenheit, in die reiche kulturelle Landschaft der Hauptstadt einzutauchen. Die Museumsinsel mit dem weltberühmten Pergamonmuseum lädt zu einer Reise durch antike Meisterwerke ein. Alternativ eröffnet das Kulturforum einen Blick auf herausragende europäische Gemälde. Für Filmbegeisterte bietet sich ein Besuch der historischen Babelsberger Filmstudios an, während ein Ausflug ins nahegelegene Potsdam mit dem Schloss Sanssouci und seinen weitläufigen Gärten für unvergessliche Eindrücke sorgt.
Nachmittag: Zeitzeugen und Geschichte hautnah erleben
Wer den Fokus näher am Thema der Reise halten möchte, findet in Berlin vielfältige Möglichkeiten. Das Jüdische Museum beeindruckt mit moderner Architektur von Daniel Libeskind und erzählt die Geschichte und Kultur der Juden in Deutschland über tausend Jahre.
Das Stasi-Museum am ehemaligen Sitz der Staatssicherheit gewährt Einblicke in die Mechanismen von Überwachung und Repression in der DDR.
Ein Spaziergang durch das Scheunenviertel, das einstige jüdische Viertel Berlins, zeigt heute ein lebendiges Viertel voller Galerien und Künstlerateliers. Die goldene Kuppel der Neuen Synagoge, die nach den Zerstörungen der Reichskristallnacht wieder aufgebaut wurde, prägt das Stadtbild eindrucksvoll.Die Gedenkstätte "Haus der Wannsee-Konferenz" bietet eine tiefgehende und gut strukturierte Ausstellung zum historischen Hintergrund und Verlauf der berüchtigten Wannsee-Konferenz. Hier wurde die systematische Planung der sogenannten "Endlösung der Judenfrage" durch die Einbindung aller staatlichen Institutionen dokumentiert – ein wichtiger Ort für Erinnerung und Bewusstseinsbildung.
Abend: Abendessen in einem von Stadtrestaurant
Vormittags: Der Tag beginnt mit der Zug- oder Busfahrt von Berlin nach Warschau. Nach der Ankunft erfolgt die Unterbringung im Hotel, gefolgt von einer Mittagspause.
Nachmittags: „Warschau – wie ein Phönix aus der Asche“
Warschau zählt zu den am stärksten vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Städten Europas. Vor dem Krieg lebten hier rund 1,5 Millionen Menschen, doch nach der Befreiung von der deutschen Besatzung blieben nur etwa 1000 Einwohner zurück. Fast 85 % der Gebäude lagen in Trümmern. Ein geführter Spaziergang durch das wiedererrichtete Warschau, insbesondere durch die liebevoll rekonstruierte Altstadt, bietet einen Einblick in die Geschichte und den Wiederaufbau. Die Altstadt wurde als außergewöhnliches Beispiel für die Rekonstruktion eines gesamten historischen Stadtviertels in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Abends: Ein gemeinsames Abendessen rundet den Tag ab. Anschließend steht Zeit zur freien Verfügung, um die Stadt individuell zu erkunden.
Vormittags: Ghetto und Ghetto-Aufstand
Der Vormittag widmet sich der bewegenden Geschichte des Warschauer Ghettos, einst die zweitgrößte jüdische Gemeinde weltweit vor dem Zweiten Weltkrieg. Unter unmenschlichen Bedingungen lebten hier etwa 450.000 Juden, von denen die meisten später in den Gaskammern von Treblinka ermordet wurden. Der dramatische Ghetto-Aufstand im April 1943 markiert den letzten Widerstand dieser Gemeinschaft. Ein geführter Spaziergang entlang der „Route der Erinnerung an das Märtyrertum und den Kampf der Juden“ vermittelt eindrucksvoll diese Geschichte. Der Rundgang endet am Jüdischen Friedhof, wo Massengräber der Ghetto-Opfer, symbolische Holocaust-Denkmäler sowie das Denkmal für Janusz Korczak und die Kinder-Opfer des Holocausts zu sehen sind.
Nachmittags: Museum der Polnischen Juden
Der Nachmittag bietet eine tiefgründige Einführung in die reiche und einzigartige Kultur der osteuropäischen Juden, die im Holocaust fast vollständig ausgelöscht wurde. Das Museum der Polnischen Juden eröffnet faszinierende Einblicke in Traditionen, Alltag und Geschichte dieser Gemeinschaft und zeigt deren bedeutende kulturelle Hinterlassenschaft.
Abends: Freie Zeit und optionale Veranstaltungen
Der Abend steht zur freien Verfügung. Optional bietet sich die Gelegenheit, ein Treffen mit einem Holocaust-Überlebenden des Warschauer Ghettos zu erleben.
Vormittags:
Die Reise beginnt mit einer Zugfahrt nach Krakau, wo die Unterkunft im Hotel erfolgt. Anschließend steht eine Mittagspause auf dem Programm.
Nachmittags: Krakau – Stadt der Könige
Der Nachmittag widmet sich der Erkundung der historischen Altstadt von Krakau, der ehemaligen Königsresidenz Polens. Im Mittelpunkt stehen der lebhafte Marktplatz mit den berühmten Tuchhallen, die Marienkirche mit dem weltbekannten Veit-Stoß-Altar sowie der gotische Innenhof des Collegium Maius. Zudem erwartet der Altstadtwinkel und die majestätische Kathedrale auf dem Wawel mit den Königsgräbern und dem prächtigen Königsschloss spannende Einblicke in die königliche Geschichte.
Vormittags: Erkundung von Krakauer Jerusalem
Der Vormittag widmet sich Kazimierz, einem der bestbewahrten jüdischen Viertel Europas aus dem Mittelalter. Zu den Höhepunkten zählen die Tempel-Synagoge, die Remuh-Synagoge mit ihrem historischen Friedhof aus dem 16. Jahrhundert sowie der Winkel der mittelalterlichen jüdischen Stadt.
Nachmittags: Krakau im Schatten des Holocaust
Der Nachmittag führt in das ehemalige Ghetto im Stadtteil Podgórze. Dabei stehen Erinnerungsorte wie die Gedenkstätte der Apotheke „Zum Adler“, die Überreste der Ghetto-Mauern sowie das Denkmal der „Leeren Stühle“ auf dem Programm, das an die Vernichtung der Krakauer Juden erinnert. Ein weiterer Höhepunkt ist die Ausstellung „Krakau während der deutschen Besatzung 1939-1945“ in der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler.
Abends: Kulinarische und kulturelle Erlebnisse
Der Tag klingt mit einem Abendessen in einem traditionellen jüdischen Restaurant in Kazimierz aus, begleitet von einem authentischen Klezmer-Konzert, das die Atmosphäre der jüdischen Kultur lebendig werden lässt.
Vormittags: Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau
Der Tag beginnt mit einer eindrucksvollen Fahrt zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Die Besichtigung gliedert sich in zwei Teile: Zuerst wird das Stammlager Auschwitz I erkundet, einschließlich der Ausstellung in den Häftlingsblöcken, dem Todesblock, der Todeswand sowie den einzigen erhaltenen Gaskammern und Krematorien. Anschließend führt der Weg zum ehemaligen Lager Auschwitz II - Birkenau, wo erhaltene Häftlingsbaracken, Ruinen der Gaskammern und Krematorien sowie das Mahnmal zum Gedenken an die Opfer besichtigt werden.
Nachmittags: Rückkehr nach Krakau
Nach dem Besuch erfolgt die Rückfahrt in die historische Stadt Krakau, um neue Eindrücke zu verarbeiten und die Atmosphäre der Stadt zu genießen.
Abends: Gemeinsames Abendessen und Zeitzeugen-Treffen
Der Tag klingt mit einem gemeinsamen Abendessen aus, das Raum für Reflexion und Austausch bietet.
Abreise und Rückflug
Nach dem Auschecken erfolgt der Transfer zum Flughafen. Anschließend startet der Rückflug in die Heimat.
Leistungen, die im Preis von Cracovia Reisen enthalten sind:
Wahlweise buchbare Programmpunkte:
Nicht im Preis enthalten:
Wir unterstützen Sie gern bei der Planung Ihrer An- und Abreise
Eine Verlängerung Ihres Aufenthalts ist ebenfalls möglich