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Andere Programmbausteine in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Filmvorführung „Befreiung von Auschwitz“
Beginnen Sie Ihren Besuch im Museum mit einer bewegenden Erfahrung: Im Kinosaal des Empfangsgebäudes können Sie einen 20-minütigen Dokumentarfilm mit dem Titel „Befreiung von Auschwitz“ ansehen. Dieser einzigartige Film wurde unmittelbar nach der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee im Januar 1945 gedreht und ist in mehreren Sprachen verfügbar. Bitte beachten Sie, dass der Eintritt zur Filmvorführung kostenpflichtig ist. Wenn Sie den Film sehen möchten, geben Sie dies bei der Reservierung Ihres Besuchsführers an oder erkundigen Sie sich direkt am Eingang des Museums.

Workshops und Vorträge im Museum Auschwitz
Erweitern Sie Ihre Erfahrung im Museum mit spannenden Workshops und Vorträgen, die von den pädagogischen Mitarbeitern sorgfältig vorbereitet werden. Diese bieten tiefgehende Einblicke in vielfältige Themen, wie zum Beispiel:

Archivarbeit
Das Archiv der Gedenkstätte gewährt einen umfassenden Einblick in die umfangreichen Bestände: von Häftlingspersonalbögen über Arbeitsansätze, Sterbebücher und Strafmeldungen bis hin zu Personalakten der SS-Angehörigen. Briefe aus und nach Auschwitz sowie Dokumente zu Kindern im Lager bieten eine vielschichtige Perspektive. Die Originaldokumente der Nationalsozialisten ermöglichen ein Verständnis der Funktionsweise des Lagers aus Täterperspektive. Zudem sind Berichte ehemaliger Häftlinge Teil der Sammlung.

Kunstsammlung
Die Kunstsammlung der Gedenkstätte umfasst sowohl legale als auch verbotene Kunstwerke aus dem Lager sowie Werke von Überlebenden. Diese einzigartige Sammlung erzählt Geschichte auf eindrucksvolle, künstlerische Weise.

Besichtigung der Stadt Oświęcim/Auschwitz
Entdecken Sie auch die lebendige Stadt Oświęcim, die einst eine bedeutende jüdische Gemeinde beherbergte – vor dem Krieg waren fast 60 % der Einwohner Juden. Erfahren Sie mehr über die nationalsozialistischen Pläne, hier eine Musterstadt für Volksdeutsche aus dem Baltikum zu errichten, deren Gebäude noch heute sichtbar sind. Lernen Sie die Geschichte des IG Farben Konzerns kennen, der am Stadtrand ein riesiges Chemiewerk errichtete und dafür die Arbeitskraft der Häftlinge in Auschwitz III nutzte. Oświęcim ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch eine lebendige Stadt, die Einblicke in das heutige Polen bietet.

Besuch der Ausstellung von Marian Kołodziej
Tauchen Sie ein in die bewegende Kunst von Marian Kołodziej, einem polnischen Maler und Bühnenbildner, der als Häftling Nr. 432 vom ersten Tag an vier Jahre im Lager Auschwitz I verbrachte. Seine Werke spiegeln das Überleben, die Deportation sowie die Verzweiflung und das Unfassbare dieser Zeit wider. Nach 50 Jahren Schweigen fand er in den 1990er Jahren durch die Worte des Dichters Herbert neue Kraft: „Du bist mit dem Leben davongekommen, nicht um zu leben. Du hast wenig Zeit, du musst Zeugnis ablegen.“ Seine Bilder, die „Gedächtnisplatten“, führen uns durch ein Labyrinth aus Erinnerungen und Erlebnissen.

Begegnungen mit Zeitzeugen
In der Region Krakau leben noch Zeitzeugen der Lagergeschichte – ehemalige Häftlinge des KZ Auschwitz. In Ausnahmefällen kann ein Treffen mit diesen beeindruckenden Persönlichkeiten arrangiert werden, abhängig von ihrem Gesundheitszustand. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Begegnungen mit sogenannten „Kindern des Holocaust“ zu organisieren – Menschen, die als jüdische Kinder das Krakauer Ghetto und die deutsche Besatzung überlebt haben. Eine weitere besondere Gruppe von Zeitzeugen sind Menschen, die ihr Leben riskierten, um Juden vor der Vernichtung zu retten. Diese wurden vom Yad Vashem Institut in Jerusalem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.

Reservierung von Workshops und Vorträgen
Wenn Sie einen Workshop oder Vortrag buchen möchten, wenden Sie sich bitte an unser Büro. Wir helfen Ihnen gerne dabei, Ihr Programm individuell und bereichernd zu gestalten.

Hier finden Sie Beispielprogramme für unsere Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz – klicken Sie bitte hier.