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Nebenausstellungen

Informationen zur Hauptausstellung finden Sie hier: LINK

Nationale Ausstellungen im Museum Auschwitz
Neben der Hauptausstellung beherbergt das Museum Auschwitz elf sogenannte nationale Ausstellungen, die in den ehemaligen Häftlingsblöcken auf dem Gelände von Auschwitz I – Stammlager untergebracht sind. Diese ergänzenden Ausstellungen widmen sich der spezifischen Geschichte der Häftlinge in Bezug auf deren Nationalität und Herkunft. Sie veranschaulichen die Verbindungen zwischen der deutschen Besatzung in den jeweiligen Herkunftsländern und der Geschichte des Lagers. Aktuell können Besucher elf nationale Ausstellungen erkunden, darunter die jüdische, Romani-, polnische, niederländische, französische, belgische, ungarische, österreichische, slowakische, tschechische und russische Ausstellung. 

Die Ausstellung „Shoah“ des Yad Vashem-Instituts in Jerusalem
Diese bewegende Ausstellung beleuchtet das Leben der europäischen Juden vor dem Zweiten Weltkrieg, die Ideologie des deutschen Nationalsozialismus und die systematische Vernichtung der Juden im von Deutschland besetzten Europa. Ein besonderer Raum ist der Erinnerung an die Kinder gewidmet, die während des Holocaust ermordet wurden. Ergänzt wird die Ausstellung durch den Bereich mit dem „Buch der Namen“, einer Sammlung aller vom Yad Vashem-Institut dokumentierten Namen der Shoah-Opfer.

Ausstellung „Bevor sie gegangen sind“ in der „Zentralen Sauna“
Diese Ausstellung befindet sich auf dem Gelände von Auschwitz II Birkenau, am gegenüberliegenden Ende vom Haupteingang, einige hundert Meter hinter den Ruinen der Gaskammern und Krematorien. Der Begriff „Sauna“ wurde von den Häftlingen für das Waschhaus verwendet, in dem Neuankömmlinge registriert wurden. Dort wurden ihnen ihre Zivilkleidung abgenommen, sie wurden rasiert, desinfiziert und mit einem Tätowiernummer versehen – ein Ort, an dem Menschen entmenschlicht und zu „Nummern“ in der Lagerkartei reduziert wurden. Die Ausstellung dokumentiert diesen schmerzhaften Prozess eindrucksvoll. Zudem beherbergt das Waschhaus eine weitere Ausstellung mit Fotografien von Häftlingen und ihren Familien, die in Gepäckstücken gefunden wurden, welche sie bei ihrer Ankunft im Lager mitführten. Diese Bilder geben einen bewegenden Einblick in das Privatleben der Opfer vor dem Holocaust.

Die Judenrampe
Im Rahmen einer erweiterten Besichtigung ist ein Besuch der sogenannten Judenrampe möglich. Dieses Nebengleis liegt etwa einen Kilometer südlich vom Bahnhof Auschwitz, zwischen den Lagern Auschwitz I – Stammlager und Auschwitz II – Birkenau. Hier trafen Transporte mit Menschen ein, die für die Vernichtung in den Gaskammern von Birkenau bestimmt waren. An diesem Ort wurden die Opfer selektiert: Einige wurden zur Zwangsarbeit ausgewählt, andere sofort ermordet. Familien wurden getrennt, Hab und Gut geraubt, und Opfer für grausame pseudomedizinische Experimente der SS-Ärzte ausgewählt. Im Jahr 1944, im Zusammenhang mit der geplanten Ermordung von Hunderttausenden ungarischen Juden, entstand eine neue Rampe direkt auf dem Gelände von Birkenau, nahe den Gaskammern. Heute ist die Judenrampe restauriert und für Besucher geöffnet. Auf den Gleisen sind zwei originalgetreue Waggons aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs ausgestellt.

Auschwitz III – Monowitz
Das größte der über 40 Nebenlager des Konzentrationslagers Auschwitz befand sich am anderen Ende der Stadt Auschwitz. Monowitz wurde errichtet, um den Bau des Buna-Werks, einem Chemiekombinat der IG Farben, zu unterstützen. Hier wurden Häftlinge als Sklavenarbeiter ausgebeutet. Das Lager selbst ist nicht erhalten geblieben, doch ein Denkmal erinnert an seine Existenz und kann im Rahmen einer Stadtbesichtigung von Auschwitz besichtigt werden.

Beispielprogramme für unsere Fahrten zur Gedenkstätte Auschwitz finden Sie hier – bitte klicken.