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Bratislava, Pałac Prymasowski
Auf jüdischen Spuren

Jüdische Studienreise nach Slowakei

Nach der Zerstörung des jüdischen Lebens durch den Nationalsozialismus sind in vielen Regionen der Slowakei nur noch Bauwerke, Denkmäler und Friedhöfe als stille Zeugen der jüdischen Gemeinden erhalten geblieben. Unsere Studienreise auf den Spuren des Judentums in der Slowakei führt Sie zu Gedenkstätten, die heute als Orte des Erinnerns und der Begegnung gestaltet wurden.
Route: Bratislava – Stupava – Malacky – Sered – Nitra – Lucenec – Trencin – Trnava
Reisedauer: 8 Tage

Auf unserer Reise befassen wir uns mit folgenden Themen:


Bratislava
Bratislava
Bratislava, Pomnik Holokaustu w miejscu dawnej synagogi Neolog
Bratislava, Pomnik Holokaustu w miejscu dawnej synagogi Neolog
Bratislava, Rzeźba uliczna o nazwie „Cumil Man at Work”
Bratislava, Rzeźba uliczna o nazwie „Cumil Man at Work”
Bratislava, Pałac Prymasowski
Bratislava, Pałac Prymasowski
Bratislava
Bratislava

Auf den Spuren der jüdischen Kultur und Geschichte in der Slowakei. Studienreise

Die jüdische Geschichte in der Slowakei ist eng mit jener in Ungarn verbunden und erstreckt sich über nahezu tausend Jahre, da die Slowakei bis 1918 Teil des Königreichs Ungarn war und überwiegend als Oberungarn oder „Oberland“ bezeichnet wurde. Die dort lebenden Juden trugen daher den Namen „Oberländer“.
Bereits ab dem 14. Jahrhundert lebten Juden in der Westslowakei. In Bratislava, der damaligen ungarischen Hauptstadt, entstand eine Handelsgemeinschaft mit etwa 1.000 jüdischen Bewohnern. Auch in Städten wie Trnava, Nitra und Trencin existierten damals florierende jüdische Gemeinden. Im 18. Jahrhundert erfolgte eine Einwanderungswelle von mährischen Juden, die neue jüdische Bildungseinrichtungen gründeten. Bratislava (Pressburg) entwickelte sich zu einem bedeutenden religiösen und sozialen Zentrum für Juden in Mitteleuropa. Besonders hervorzuheben ist die Jeschiwa, die seit etwa 1700 existierte und im 19. Jahrhundert eine führende Rolle einnahm. Zwischen 1806 und 1839 wirkte dort der herausragende orthodoxe Rabbiner des 19. Jahrhunderts, Chatam Sofer (auch als Moses Schreiber bekannt), dessen Ruf weit über die Landesgrenzen hinausreichte.
Mit der Gründung der Tschechoslowakei im Jahr 1918 waren in der Slowakei 136.000 Menschen als Mitglieder jüdischer Gemeinden registriert. Insgesamt existierten 217 jüdische Gemeinden.
Diese vielfältige und reiche jüdische Kultur in der Slowakei fand jedoch mit dem Zweiten Weltkrieg ein tragisches Ende. Als Satellitenstaat des nationalsozialistischen Deutschlands beteiligte sich die Slowakei aktiv an den Deportationsplänen in den Osten. Die slowakischen Juden waren unter den ersten Opfern in den Lagern Majdanek und Auschwitz-Birkenau. Im Verlauf des Jahres 1942 wurden 58.000 slowakische Juden in diese Lager gebracht. Rund 70.000 Juden aus der Slowakei verloren ihr Leben.

Programmarrow
1. Tag Ankunft in Bratislava

Ankunft und Transfer
Nach der Ankunft in Bratislava erfolgt der Empfang durch den Reiseleiter von Cracovia Reisen. Anschließend erfolgt der Transfer zum zentral gelegenen Hotel, wo Zeit zur Erfrischung und für einen kleinen Imbiss zur Verfügung steht.

Erkundung der Altstadt (optional)
Im Anschluss bietet sich eine fakultative Entdeckungstour durch die historische Altstadt an. Dabei stehen bedeutende Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: das Schloss mit seinem beeindruckenden Panoramablick über die Donau und die Stadt, das Michaelstor, der elegante Primasenpalast aus dem späten 18. Jahrhundert, die imposante Kathedrale des Heiligen Martin, in der zahlreiche ungarische Herrscher gekrönt wurden, sowie das Alte Rathaus.

Abendessen und Übernachtung
Den Tag rundet ein Abendessen in einem gemütlichen Restaurant der Altstadt ab. Danach erfolgt die Übernachtung im Hotel.

2. Tag das jüdische Bratislava

Frühstück
Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet im Hotel 

Vormittag: Erkundung des jüdischen Bratislavas
Am Vormittag steht die Geschichte des jüdischen Lebens in Bratislava im Mittelpunkt. Ein Besuch im Museum der jüdischen Kultur vermittelt eindrucksvoll die Bedeutung und Vielfalt der jüdischen Traditionen in der Slowakei und bietet eine tiefgehende Dokumentation des Holocausts. Anschließend führt die Entdeckungstour durch das einstige jüdische Viertel der Stadt, mit einem Halt am Holocaust-Denkmal, das an die tragischen Schicksale der slowakischen Juden im Zweiten Weltkrieg erinnert. Den Abschluss bildet die Besichtigung der einzigen erhaltenen Synagoge, die Einblicke in das heutige Leben der jüdischen Gemeinde Bratislavas gewährt.

Nachmittag: Historische Stätten und Friedhöfe
Nach der Mittagspause erfolgt die Fahrt zum Chatam Sofer Denkmal, das die Gräber bedeutender Persönlichkeiten des jüdischen Glaubens in Bratislava beherbergt, darunter die herausragende Figur des Rabbiners Chatam Sofer. Dieses Denkmal stellt das letzte erhaltene Zeugnis des ehemals hundert Jahre bestehenden jüdischen Friedhofs dar, der in den 1940er Jahren im Zuge des Tunnelbaus zerstört wurde. Im Anschluss werden die beiden jüdischen Friedhöfe, der Orthodoxe und der Neologe Friedhof, besichtigt und ihre Geschichte erkundet.

Abend: Gemeinsames Abendessen
Abendessen in einem der Restaurants der Altstadt aus und bietet Gelegenheit, die Eindrücke des Tages in entspannter Atmosphäre Revue passieren zu lassen.

3. Tag Bratislava Tagesausflug - auf jüdischen Spuren Rund um die Bratislava (Bratislava – Stupava – Malacky - Rohoznik)

Frühstück
Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet im Hotel 

Vormittagsprogramm
Die Reise führt nach Stupava, einer der ältesten jüdischen Gemeinden der Slowakei. Hier steht eine Synagoge aus dem 17. Jahrhundert, die trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erhalten geblieben ist. Die Besichtigung dieser besonderen Stätte eröffnet einen faszinierenden Einblick in die Geschichte.
Anschließend geht die Fahrt weiter nach Malacky, wo eine Synagoge aus dem späten 19. Jahrhundert wartet. Dieses Bauwerk im beliebten maurischen Stil wurde vom Architekten Wilhelm Stiassny entworfen und zeugt von der einst lebendigen Gemeinde.

Mittagspause
Eine erholsame Mittagspause

Nachmittagsprogramm
Nur wenige Kilometer östlich von Malacky befindet sich das Dorf Rohoznik. Dort ist eine weitere Synagoge aus dem 19. Jahrhundert erhalten, die an die kleine jüdische Gemeinde vor Ort erinnert. Die Rückfahrt führt anschließend zurück nach Bratislava.

Kaffeepause und Gesprächsrunde
In entspannter Atmosphäre besteht die Möglichkeit, bei einer Kaffeepause mit einem hochrangigen Referenten ins Gespräch zu kommen. Themen wie die aktuelle politische Lage in der Slowakei können dabei vertieft werden.

Abendprogramm
Abendessen in einem ausgewählten Restaurant der Stadt. Danach erfolgt die Rückkehr zum Hotel.

4. Tag Bratislava - Samorin – Sered – Nitra

Vormittagsprogramm
Nach dem Frühstück erfolgt die Abfahrt aus Bratislava mit einem Zwischenstopp in Samorin. Dort beeindruckt die restaurierte Synagoge aus den 1990er Jahren, die heute als Kunstgalerie dient. Das Bauwerk vereint auf faszinierende Weise Jugendstil- und maurische Architekturelemente.

Mittagsbesuch in Sered
Die Reise führt weiter nach Sered, wo das 2016 eröffnete Holocaustmuseum besichtigt wird. Dieses einzigartige Museum, das erste seiner Art in der Slowakei, steht auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeits- und Durchgangslagers. Es erinnert eindrucksvoll an das Schicksal der jüdischen Häftlinge und die Opfer des Holocausts in der Region. Bis 1945 wurden von hier aus über 70.000 Juden in Vernichtungslager wie Auschwitz und Theresienstadt deportiert.

Nachmittagsprogramm
Nach einer Mittagspause steht der Besuch des jüdischen Friedhofs in Sered auf dem Programm – ein stiller Ort voller Geschichte.

Abend in Nitra
Im Anschluss erfolgt die Weiterfahrt nach Nitra, wo die Unterkunft bezogen wird. Abendessen im Hotelrestaurant

5. Tag Nitra – Lucenec

Vormittag – Erkundung von Nitra
Der Tag beginnt mit einem reichhaltigen Frühstück, gefolgt von einer Stadtführung durch Nitra, eine der ältesten Städte der Slowakei neben Bratislava. Nitra beeindruckt mit seiner tief verwurzelten jüdischen Geschichte, die bis ins hohe Mittelalter zurückreicht. Die einst bedeutende jüdische Gemeinde prägte diese Stadt über Jahrhunderte hinweg. Ein besonderes Highlight ist die Besichtigung der prachtvollen Synagoge, die zwischen 1908 und 1911 vom renommierten ungarischen Architekten Lipót Baumhorn im maurisch-byzantinischen Stil errichtet wurde. Ein weiterer Höhepunkt ist die majestätische Burg Nitra mit der imposanten Kathedrale des Heiligen Emmeram, die das Stadtbild prägt.

Nachmittag – Besuch in Lucenec
Nach einer Mittagspause erfolgt die Weiterfahrt nach Lucenec. Hier steht die Besichtigung der dortigen Synagoge auf dem Programm, die 1925 ebenfalls unter der Leitung von Lipót Baumhorn entstand. Der typische eklektizistische Baustil, der byzantinische, maurische und Jugendstilelemente vereint, macht das Bauwerk zu einem architektonischen Juwel. Trotz Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg blieb die Synagoge erhalten und wurde ab 2015 umfassend restauriert.

Abend – Ankunft und Genuss in Lucenec
Der Tag endet mit dem Bezug des Hotels in Lucenec, wo ein Abendessen im Hotelrestaurant auf die Gäste warten. 

6. Tag Lucenec – Banska Stiavnica - Trencin - Trenčianske Teplice

Vormittag: Entdeckung von Banska Stiavnica
Nach dem Frühstück beginnt die Reise nach Trenčín mit einem Zwischenstopp in Banska Stiavnica, einer historischen Stadt, die als älteste Bergstadt der Slowakei bekannt ist und zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Eingebettet in eine malerische Landschaft, lädt der Stadtkern zu einem inspirierenden Rundgang ein. Dabei stehen die Kirche der Hl. Katharina, die beeindruckende Burg sowie die charmanten Altstadtgassen auf dem Programm. Anschließend bietet sich Zeit zur freien Verfügung.

Mittag und Nachmittag: Kultur und Geschichte in Trenčín
Nach der Mittagspause führt die Fahrt weiter nach Trenčín, einer Stadt mit einer der ältesten jüdischen Gemeinden der Slowakei, deren Wurzeln bis ins hohe Mittelalter zurückreichen. Die Besichtigung der restaurierten Synagoge, die während der Kriegsjahre schwer beschädigt wurde, eröffnet einen tiefen Einblick in das kulturelle Erbe der Region. Ein Spaziergang durch die Stadt rundet den Besuch ab, wobei das auf einem steilen Berg thronende Schloss, ein Wahrzeichen der Slowakei, besonders beeindruckt.

Später Nachmittag und Abend: Entspannung in Trenčianske Teplice
Am späten Nachmittag erfolgt die Weiterfahrt nach Trenčianske Teplice, einem der ältesten und beliebtesten Kurorte der Slowakei. Umgeben von einer herrlichen Berglandschaft und bekannt für seine heilkräftigen Thermalquellen, gilt der Ort als „Perle der Karpaten“. Nach dem Einchecken im Hotel steht die Freizeit zur individuellen Erholung zur Verfügung. Der Tag endet mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotelrestaurant.

7. Tag Trenčianske Teplice – Trnava – Bratislava

Vormittags: Erkundung von Trnava
Nach dem Frühstück steht ein Besuch der Stadt Trnava, auch bekannt als das Kleine oder Slowakische Rom, auf dem Programm. Ein geführter Spaziergang durch die historische Altstadt offenbart beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie die frühbarocke Kathedrale des Hl. Johannes des Täufers, die Basilika des Hl. Nikolaus sowie die nahezu vollständig erhaltene Festungsmauer. Der malerische Stadtplatz mit seinem markanten Stadtturm rundet das Erlebnis ab.

Mittagspause und Besichtigung des jüdischen Erbes
Nach einer Mittagspause widmet sich die Tour dem jüdischen Trnava. Die erste jüdische Gemeinde entstand hier bereits im 12. bis 13. Jahrhundert, was die Stadt zu einer der ältesten jüdischen Siedlungen der Region macht. Im Jahr 1930 lebten über 2700 Juden in Trnava. Die Besichtigung der Status-quo-ante-Synagoge aus dem späten 19. Jahrhundert, entworfen vom Wiener Architekten Jakob Gartner, bietet einen bewegenden Einblick. Die bewusst erhaltenen Verfallserscheinungen und das davorstehende Mahnmal erinnern  an die Opfer des Holocaust.

Nachmittag und Abend in Bratislava
Im Anschluss erfolgt die Weiterfahrt nach Bratislava, wo der Check-in im Hotel erfolgt. Der restliche Nachmittag steht zur freien Verfügung. Den Tag beschließt ein Abschiedsessen in einem renommierten Restaurant der Stadt, das mit Spezialitäten der regionalen Küche begeistert.

8. Tag Bratislava - Heimreise

Vormittag
Nach dem reichhaltigen Frühstück steht die Rückfahrt zum Ausgangspunkt der Reise an.Ende des Leistungen.

Extratour


Leistungenarrow

Leistungen, die im Preis von Cracovia Reisen enthalten sind:

  • 4 Übernachtungen in Bratislava im ausgewählten Hotelstandard inklusive Frühstücksbuffet
  • 1 Übernachtung in Nitra im gewählten Hotelstandard mit Frühstücksbuffet
  • 1 Übernachtung in Lucenec im gewünschten Hotelstandard inklusive Frühstücksbuffet
  • 1 Übernachtung in Trencianske Teplice im ausgewählten Hotelstandard mit Frühstücksbuffet
  • 7 Abendessen (3-Gänge-Menü mit Kaffee, Tee und Mineralwasser, serviert in Hotels und lokalen Restaurants)
  • Transfers mit einem privaten, komfortablen Bus gemäß Programm
  • Reiseleitung von Cracovia Reisen in deutscher Sprache
  • Stadtführungen mit qualifizierten Guides, wie im Programm vorgesehen
  • Eintritte zu den besuchten Sehenswürdigkeiten
  • Begegnung mit einem Gesprächspartner in Bratislava
    (Vortragsthemen nach Wahl, z.B. Die aktuelle politische Lage in der Slowakei)

    Nicht im Preis enthalten:
  • Hin- und Rückreise (Flüge)
  • Kranken-, Unfall- und Reiserücktrittsversicherung
  • Mittagessen
  • zusätzliche Getränke beim Abendessen
  • persönliche Ausgaben wie Trinkgelder, Minibar usw.

Preis auf Anfrage. Fordern Sie gern schnell, kostenfrei und unverbindlich Ihr persönliches Angebot für die Reise „Auf den Spuren der jüdischen Kultur und Geschichte in der Slowakei. Studienreise” bei uns an.

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  • Gern unterstützen wir Sie bei der Planung Ihrer An- und Abreise.
  • Eine Verlängerung Ihres Aufenthalts ist möglich.
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