Wir überqueren einen Seitenarm der Oder und betreten die malerische Sandinsel, auch bekannt als Wyspa Piasek. Vor uns erhebt sich das eindrucksvolle barocke Bauwerk des ehemaligen Augustinerklosters. Nach der Auflösung des Ordens wurde dieses prächtige Gebäude zur Universitätsbibliothek umfunktioniert. Hier befand sich zudem das letzte Hauptquartier der Festung Breslau, das während der verheerenden Bombardierungen stark beschädigt wurde. Doch nach dem Krieg wurde das Kloster sorgfältig restauriert und beherbergt heute die wertvollen Sammlungen der Universitätsbibliothek.
Unmittelbar angrenzend an das Kloster liegt eine der beeindruckendsten Kirchen des mittelalterlichen Breslau – die gotische Augustinerkirche der Allerheiligsten Maria auf dem Sande. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite finden wir die barocke St.-Annen-Kirche, die gegenwärtig von der orthodoxen Gemeinde Breslaus als orthodoxe Kirche genutzt wird. Sie ist den Heiligen Kyrill, Methodius und Anna gewidmet und strahlt eine besondere spirituelle Atmosphäre aus.
Hinter der Kirche folgen wir einem Weg nach rechts und gelangen zur Tumski-Brücke, einer aus Stein und Eisen erbauten Brücke aus dem Jahr 1890. Die Brückenköpfe schmücken kunstvolle Figuren des Heiligen Johannes des Täufers sowie der Heiligen Hedwig, die der Brücke eine historische und kulturelle Bedeutung verleihen. Sobald wir die Brücke überqueren, erreichen wir die Dominsel Ostrow Tumski, das Herzstück der historischen Altstadt Breslaus.
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