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Zabinski Villa

Im Herzen des Warschauer Zoologischen Gartens befindet sich die historische Villa des ehemaligen Zoodirektors Jan Żabiński. Während des Zweiten Weltkriegs wurde dieses Anwesen zum stillen Zufluchtsort: Jan und seine Frau Antonina boten mehreren Hundert Juden, die aus dem Warschauer Ghetto entkommen konnten, Schutz – versteckt in den Kellerräumen der Villa und auf dem weitläufigen, damals halb verwaisten Gartengelände.Als der Krieg ausbrach, engagierten sich die Żabińskis in der Untergrundbewegung. Sogar ihr kleiner Sohn Ryś half ihnen dabei. In verlassenen Käfigen und Pavillons wurden Menschen, Waffen und Munition versteckt. Viele Juden fanden im Zoo Zuflucht. Jan, Soldat der Heimatarmee im Rang eines Leutnants, ernährte seine Familie unter anderem durch Unterricht in geheimen Kursen. Er kämpfte im Warschauer Aufstand und kam nach dessen Niederlage in ein Kriegsgefangenenlager in Deutschland.Während der deutschen Besatzung wurde der Warschauer Zoo unter der Leitung von Direktor Jan Żabiński zu einem Versteck für viele Juden. In der modernistischen Villa der Familie Żabiński, die sich auf dem Gelände des Zoos befand und „Haus unter dem verrückten Stern” genannt wurde, fanden während des Holocaust unter anderem die Schriftstellerin Rachela Auerbach, die Bildhauerin Magdalena Gross und der Boxer Samuel Koenigswein mit seiner Familie Zuflucht. Für ihre Hilfe wurden Jan Żabiński und seine Frau Antonina 1965 mit dem Titel „Gerechte unter den Völkern” geehrt.
Heute lädt die Villa zu einer bewegenden Ausstellung ein, die das mutige Engagement des Ehepaars Żabiński und ihr außergewöhnliches Schicksal während der Kriegsjahre eindrucksvoll erzählt.


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