Im August 1944 erhob sich Warschau zum mutigen Aufstand gegen die deutsche Besatzung – ein entschlossener Kampf, der von der unterirdischen Widerstandsbewegung sorgfältig geplant wurde. Ziel war es, die Stadt eigenständig zu befreien, bevor die Rote Armee das andere Ufer erreichte und Polen unter die Kontrolle einer kommunistischen Regierung stellte, die im Sinne der Sowjetunion handelte.
Dieser Aufstand dauerte über zwei Monate an und endete trotz des heldenhaften Einsatzes tragisch. Es markiert die größte Katastrophe in der Geschichte Warschaus: Rund 200.000 Einwohner verloren ihr Leben, 600.000 wurden deportiert, davon 150.000 in deutsche Konzentrationslager oder zur Zwangsarbeit verschleppt. Am Ende stand eine geplante, systematische Zerstörung der Stadt durch die deutschen Besatzer – 84 % der Hauptstadt lagen in Trümmern. Warschau hörte auf, in seiner gewohnten Form zu existieren.
Die bewegende Geschichte dieses Aufstandes wird heute in einer modernen, multimedialen Ausstellung im Museum des Warschauer Aufstandes lebendig gehalten – dem meistbesuchten Museum der polnischen Hauptstadt. Die Ausstellung erzählt umfassend von den dramatischen Ereignissen seit der Invasion im September 1939 durch deutsche und sowjetische Truppen, über die Besatzung, die Operation "Sturm", die Vorbereitungen und den Verlauf des Aufstandes bis hin zur internationalen politischen Lage im Jahr 1944. Ebenso beleuchtet sie die Entstehung der illegalen kommunistischen Regierung in Lublin und das Schicksal der Aufständischen in der Zeit des kommunistischen Polens.
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