Krakau, die ehemalige Hauptstadt Polens und sein geistiges sowie kulturelles Herz, zählt zu den schönsten Städten Europas.Man kann mit Recht sagen, dass Krakau eine Stadt der Heiligen ist. Viele von ihnen, wie der heilige Stanislaus, Bischof von Krakau, oder die heilige Hedwig, Königin von Polen, lebten vor Jahrhunderten, viele gingen erst vor kurzem durch die Straßen Krakaus, in diesem Jahrhundert, wie die heilige Faustyna Kowalska, Verkünderin der Barmherzigkeit Gottes, und der heilige Johannes Paul II., der erste polnische Papst.
Bekannt als „Stadt der Könige und Heiligen“, beherbergt Krakau die älteste Universität des Landes und beeindruckt mit einem reichen Schatz an Kunstwerken und architektonischen Meisterwerken. Ein besonderes Juwel ist Kazimierz, der am besten erhaltene ehemalige jüdische Stadtteil Europas, der das kulturelle Erbe der Stadt bereichert.
Die Kirchen Krakaus spiegeln die bewegte Geschichte und den tief verwurzelten Glauben wider. Die majestätische Kathedrale auf dem Wawel-Hügel steht als Symbol der historischen und religiösen Kontinuität Polens. Sie war Schauplatz zahlreicher Königskrönungen und -begräbnisse und ist zugleich Ort der Verehrung des heiligen Stanislaus, des Schutzpatrons von Polen. Das kunstvoll gestaltete Innere erzählt in seinen vielfältigen Werken von der tausendjährigen Geschichte der Nation und ihrem Glauben.
Die Kirche Mariae Himmelfahrt, das spirituelle Zentrum des alten Krakau, beeindruckt mit einer der prachtvollsten Innenausstattungen Europas, darunter der berühmte Altar von Veit Stoß. Sie steht zudem in enger Verbindung zur Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen und lädt Besucher ein, in ihre faszinierende Atmosphäre einzutauchen.
Ein spannendes Kapitel moderner Geschichte erzählt die Arche des Herrn in Nowa Huta, einer Stadt, die ursprünglich als sozialistisches Musterprojekt ohne Raum für Religion geplant wurde. Trotz dieser Widerstände wurde die Arche des Herrn in den späten 1970er Jahren errichtet und entwickelte sich bis zum Ende der 1980er Jahre zum geistigen Zentrum des Widerstands gegen das kommunistische Regime – ein beeindruckendes Zeugnis von Glauben und Mut.
Die Basilika der Göttlichen Barmherzigkeit, ein imposantes neues Gotteshaus, ist heute ein weltweites Pilgerziel. Sie widmet sich dem Kult der göttlichen Barmherzigkeit, der auf der mystischen Botschaft Jesu an Schwester Faustina basiert: „Habt keine Angst. Ich bin immer bei Euch.“ Als Antwort darauf steht das kindliche Vertrauen mit den Worten „Jesus, ich vertraue Dir“ und die aktive Nächstenliebe im Mittelpunkt. Interessant ist auch die Verbindung zu Papst Johannes Paul II., der während des Krieges als Student in einem Steinbruch nahe Krakau arbeitete. Bei seinem Besuch 2002 bemerkte er bewegend: „Wer hätte gedacht, dass dieser Mann in Holzschuhen einmal diese Basilika einweihen wird?“