1912 wurde auf Initiative von Janusz Korczak in Warschau ein Waisenhaus für jüdische Kinder gegründet. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und der Besetzung der Hauptstadt durch die Deutschen setzte das Waisenhaus seine Tätigkeit trotz der Zwangsumsiedlung aufgrund der Einrichtung des Ghettos fort. Korczak half den Bedürftigen bis zu seinen letzten Lebensmomenten, als er zusammen mit seinen Schützlingen im Vernichtungslager von den Deutschen in den Tod geführt wurde.
Erleben Sie eine bewegende Reise in die Vergangenheit bei einem Besuch des ehemaligen Waisenhauses, das einst von dem engagierten Pädagogen Janusz Korczak geleitet wurde. Tauchen Sie ein in die faszinierende Ausstellung, die dem „alten Doktor“ gewidmet ist und seine bemerkenswerte Lebensgeschichte eindrucksvoll erzählt.
Am 18. Juli 1942 fand im Waisenhaus eine Aufführung statt, bei der die Kinder das Stück „Die Post” des Nobelpreisträgers Rabindranath Tagore spielten. In diesem Stück betrachtet der Hauptheld die Welt aus der Enge seines Gefängnisses und hinterlässt beim Übergang in die Ewigkeit das Unsterbliche – Liebe, Freundschaft und Güte. Laut Korczak sollte dieses Thema die Kinder auf einen würdigen und bewussten Tod vorbereiten, der am 5. oder 6. August 1942 in den Gaskammern des deutschen Vernichtungslagers Treblinka eintrat.
Von diesem Ort aus wurden Korczak, zehn Erzieher und 192 Kinder am 5. oder 6. August 1942 zum Umschlagplatz getrieben, von wo aus sie in das Vernichtungslager Treblinka transportiert wurden, wo sie ums Leben kamen.
Anschließend führt Sie der Weg zum jüdischen Friedhof, wo Sie das symbolträchtige Grab mit dem Denkmal von Janusz Korczak entdecken können – ein Ort des Gedenkens und der Inspiration.
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