Heiliger Maksymilian Maria Kolbe (1894–1941)
Geboren 1894 in Zduńska Wola in eine bescheidene, doch tief gläubige Familie, zeigte Maksymilian Maria Kolbe schon früh eine außergewöhnliche Hingabe. Mit 16 Jahren trat er als Novize in den Orden der Franziskanerbrüder ein und setzte seine Ausbildung in Rom fort, wo er 1918 zum Kaplan geweiht wurde. Menschen, die ihn kannten, erinnern sich besonders an seinen unerschütterlichen Optimismus, seine tiefe Frömmigkeit und seine Leidenschaft für das Rosenkranzgebet sowie die Verehrung des Heiligsten Sakraments.
Sein Visionärgeist führte zur Gründung von Niepokalanów – „Stadt Mariens“ – dem größten Franziskanerkloster weltweit. Getrieben von dem Wunsch, die geistliche Erneuerung Polens voranzutreiben, widmete er sich mit großer Hingabe der Mission und Evangelisation. Seine von ihm herausgegebene Monatszeitschrift „Rycerz Niepokalanej“ (Ritter der Unbefleckten) erreichte beeindruckende Auflagen von bis zu 800.000 Exemplaren und inspirierte zahllose Gläubige.
Am 28. Mai 1941 wurde Kolbe in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Dort zeigte er außergewöhnlichen Mut und Mitgefühl, indem er sein Leben für einen anderen Häftling opferte – einen Familienvater, der zum Hungertod verurteilt war und um Gnade bat. Nach einem langen, qualvollen Tod in der Hungerzelle wurde er schließlich mit einer Phenol-Spritze getötet. Seine letzten Worte an den Nazi-Arzt, der die tödliche Injektion verabreichte, hallen bis heute nach: „Hass nützt niemandem. Nur Liebe schenkt Leben und Schöpfung.“
Am 10. Oktober 1982 ehrte Papst Johannes Paul II. ihn mit der Heiligsprechung. Seitdem schmückt sein Bildnis nahezu jede polnische Kirche und erinnert an seinen unermüdlichen Glauben und seine selbstlose Nächstenliebe.