Ca. 50.000 v. Chr. – Die ältesten Spuren menschlichen Lebens in Krakau wurden auf dem Wawelhügel entdeckt und zeugen von der langen Geschichte dieser faszinierenden Stadt.
965 – Der arabische Händler Ibrahim Ibn Jakob erwähnte Krakau erstmals in seinen Reiseberichten und eröffnete damit einen Einblick in die Bedeutung der Stadt im Mittelalter.
1000 – Unter Bolesław I. dem Tapferen wurde Krakau zum Sitz des Bistums erhoben, was den Grundstein für seine religiöse Bedeutung legte.
1038 – Krakau wird zur Hauptstadt Polens ernannt und entwickelt sich zum politischen Zentrum des Landes.
1079 – Ein Konflikt zwischen König Bolesław II. dem Kühnen und Erzbischof Stanislaus prägte die Stadtgeschichte.
1241 – Der erste Angriff der Mongolen der Goldenen Horde hinterließ tiefe Spuren.
1257 – Die offizielle Stadtgründung erfolgte nach dem Magdeburger Stadtrecht und markierte den Beginn einer neuen urbanen Ära.
1320 – Die erste Königskrönung im Krakauer Dom fand statt; Władysław Ellenlang wurde gekrönt. Fortan blieb Krakau Krönungs- und Begräbnisstätte polnischer Könige bis 1734.
1335 – König Kasimir III. der Große gründete die Stadt Kazimierz, die bis heute ein bedeutendes kulturelles Viertel ist.
1364 – Die Gründung der Universität Krakau, heute bekannt als Jagiellonen-Universität, legte den Grundstein für Wissenschaft und Bildung.
1366 – Die Stadt Kleparz wurde unter Kasimir III. dem Großen ins Leben gerufen und erweiterte die städtische Struktur.
1385 – Durch die polnisch-litauische Union entwickelte sich Krakau zur Hauptstadt eines der mächtigsten Reiche Europas, das in wirtschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht aufblühte.
1475 – Das erste in Krakau gedruckte Buch von J. de Turrecremat, „Explanatio in psalterium“, markierte den Beginn einer neuen Ära des Wissens.
1489 – Veit Stoß vollendete den prächtigen Hochaltar der Marienkirche, ein Meisterwerk der Gotik.
1491 – Nikolaus Kopernikus begann sein Studium an der Universität Krakau, was die Stadt zum Zentrum bahnbrechender wissenschaftlicher Ideen machte.
1500 – Der Bau des Renaissanceschlosses auf dem Wawelhügel begann und prägt bis heute das Stadtbild.
1506-1572 – Mit etwa 30.000 Einwohnern erlebte Krakau seine kulturelle Blütezeit, aus der zahlreiche gotische und Renaissance-Bauwerke erhalten sind.
1520 – Johann Behem aus Nürnberg schuf die berühmte Sigismund-Glocke, die größte Polens.
1533 – Die prachtvolle Sigismundkapelle auf dem Wawelhügel wurde fertiggestellt.
1548 – König Sigismund II. Augustus ließ in den Niederlanden den dritten Teil der berühmten Wandteppiche anfertigen.
1609 – König Sigismund III. Vasa verlegte die Hauptstadt Polens nach Warschau, was Krakaus politische Bedeutung verringerte.
1652 – Eine verheerende Pestwelle forderte 24.000 Menschenleben.
1655 – Krakaus Bedeutung schwand weiter, nicht zuletzt aufgrund von Plünderungen während der schwedischen Invasion.
1695 – Der talentierte Bildhauer Baltasar Fontana bereicherte Krakau mit zahlreichen Kunstwerken in den Kirchen.
1734 – Die letzte Königskrönung in der Krakauer Kathedrale fand für August III. von Sachsen statt.
1794 – Der Kościuszko-Aufstand begann auf dem Hauptmarkt und symbolisierte den Widerstand gegen fremde Mächte.
1795 – Nach der dritten Teilung Polens fiel Krakau unter österreichische Herrschaft.
1815-1846 – Das Wiener Abkommen machte Krakau zur Freien Stadt, ein einzigartiger Status zwischen den Großmächten Russland, Preußen und Österreich.
1850 – Ein verheerender Brand zerstörte ein Drittel der Stadt, doch der Wiederaufbau begann schnell.
1867 – Mit der Autonomie Galiziens entwickelte sich Krakau erneut zum Zentrum polnischer Kultur und Kunst.
1881 – Die erste Straßenbahn nahm ihren Betrieb auf und verband die Stadtteile miteinander.
1904 – Das erste Stromkraftwerk begann zu arbeiten und brachte Fortschritt in den Alltag.
1918 – Nach 123 Jahren der Teilung erlangte Krakau seine Freiheit zurück und wurde Teil des wiedergegründeten Polens.
1939 – Die „Sonderaktion Krakau“ führte zur Verhaftung von 183 Professoren der Jagiellonen-Universität durch die Nationalsozialisten.
1939 – Krakau wurde zur Hauptstadt des von den Nazis eingerichteten Generalgouvernements.
1941 – Im Stadtteil Podgórze wurde das jüdische Ghetto errichtet.
1943 – Die Liquidierung des Krakauer Ghettos bedeutete einen tragischen Einschnitt.
1945 – Die Rote Armee befreite Krakau von der nationalsozialistischen Besatzung.
1947 – Der Bau des Stahlwerks Nowa Huta begann und prägte die industrielle Entwicklung.
1978 – Die Altstadt von Krakau und der Wawel wurden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und zählen seitdem zu den weltweit bedeutendsten Kulturschätzen.
1978 – Karol Wojtyła, Bischof von Krakau, wurde zum Papst Johannes Paul II. gewählt und schenkte der Stadt internationale Aufmerksamkeit.
1980 – Die unabhängige Gewerkschaft „Solidarność“ entstand und spielte eine Schlüsselrolle im Wandel Polens.
1999 – Krakau zählte etwa 830.000 Einwohner und präsentierte sich als lebhafte Metropole.
2000 – Krakau wurde zur Kulturhauptstadt Europas ernannt und bewies seine Bedeutung als kulturelles Zentrum.
2025 - Ende Juni 2025 betrug die Einwohnerzahl Krakaus 810.590 Personen.
Hier finden Sie Informationen zu unserer Klassenfahrt nach Krakau.