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Friedenskirche in Schweidnitz

Schweidnitz, eine lebendige Stadt mit rund 60.000 Einwohnern, liegt nur etwa 40 Kilometer südwestlich von Breslau und begeistert Besucher heute vor allem durch ein außergewöhnliches Wahrzeichen: die Friedenskirche. 

Die Friedenskirche der Heiligen Dreifaltigkeit in Świdnica – die größte barocke Holzkirche Europas, ein historisches Sakralgebäude, das gemäß den Vereinbarungen des Westfälischen Friedens von 1648 erbaut wurde, der den Dreißigjährigen Krieg beendete.Der Grundstein für den Bau der Kirche in Świdnica wurde am 23. August 1656 gelegt. Der Entwurf stammte vom Breslauer Baumeister Albrecht von Saebisch. Die Kirche wurde vom Świdnicaer Zimmermann Andreas Kaemper erbaut.
Sie gehört zur Gemeinde Świdnica der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Seit 2001 steht das Gebäude auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Die Friedenskirche gehört zu den drei einzigartigen Kirchen, die im Anschluss an den Westfälischen Frieden von 1648 errichtet wurden – einem historischen Vertrag, der den verheerenden Dreißigjährigen Krieg beendete. Im Rahmen dieses Abkommens erhielten die evangelischen Gemeinden in den schlesischen Fürstentümern, die weiterhin unter der katholischen Herrschaft der Habsburger standen, das Recht, drei Kirchen zu errichten. Doch der Bau war an strenge Auflagen gebunden: Die verwendeten Materialien durften nur vergänglich sein, wie Holz, Stroh, Sand und Ton. Zudem musste der Bau innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein, und der Baukörper durfte nicht die Form einer herkömmlichen Kirche annehmen.

Trotz dieser herausfordernden Bedingungen entstand ein beeindruckender Tempel, der mit seiner reichen Dekoration und der durchdachten Architektur fasziniert.Im Erdgeschoss und auf den vier Etagen der Emporen fanden 7.500 Personen Platz davon 3.000 Sitzplätze– ein Zeugnis für den Glauben und die Gemeinschaftskraft jener Zeit.