1. Tag
Vormittag: Historische Ghetto-Tour in Warschau
Die bewegende Geschichte der polnischen Juden im Herzen von Warschau wird auf einer etwa dreistündigen Stadtführung lebendig. Hier befand sich einst das größte jüdische Ghetto Europas, in dem rund 450.000 Menschen unter unmenschlichen Bedingungen leben mussten. Die Erinnerungen an den Jüdischen Ghetto-Aufstand von 1943 sowie den polnischen Warschauer Aufstand ein Jahr später machen die Stadt zum Symbol des mutigen Widerstands gegen nationalsozialistischen Terror und Völkermord. Dabei wird die fast vollständige Zerstörung Warschaus durch die deutsche Besatzungsmacht deutlich.
Authentische Orte wie die einzige erhaltene Synagoge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, Überreste der Ghettomauer, die ehemalige Verbindungsbrücke über die Chłodna-Straße sowie der Bunker in der Miła-Straße 18 werden besucht. Zudem werden die Bedeutung des Denkmals für die Ghettohelden, der Umschlagplatz und das POLIN Museum anschaulich erläutert.
Optionale Verlängerung: Besuch des Jüdischen Friedhofs
Nach einer Mittagspause besteht die Möglichkeit, den jüdischen Friedhof in der Okopowa-Straße zu erkunden. Dieser ruhige Ort beherbergt die Gräber zahlreicher bedeutender Persönlichkeiten, darunter Ludwig Zamenhof, der Schöpfer der Esperanto-Sprache, sowie der Schriftsteller Jizchok Leib Perez. Außerdem befinden sich hier Massengräber von ermordeten Bewohnern des Warschauer Ghettos aus der Zeit der deutschen Besatzung.
Ein weiterer bedeutender Punkt ist das symbolische Grab des Pädagogen Janusz Korczak, der als mutiger Verteidiger der Kinder im Zweiten Weltkrieg mit seinen Schützlingen im Vernichtungslager Treblinka ums Leben kam.